
Ob in Mailand, Turin oder Rom – jeden Abend machen sich in den italienischen Metropolen Nachtzüge auf den Weg durch das Land. Sie bringen euch in die schönsten Ecken Italiens: vom äußersten Zipfel Siziliens bis nach Triest an der Grenze zu Slowenien, vom Piemont im Nordwesten bis nach Lecce im Südosten.

Italien ist ein verstecktes Juwel des Nachtzugreisens. Fast unbemerkt hat sich hier ein dichtes Netz an Verbindungen erhalten, das bis heute eine zentrale Rolle im Verkehr zwischen Nord und Süd spielt. Betrieben werden die Nachtzüge von der staatlichen Eisenbahngesellschaft Trenitalia unter dem Namen Intercity Notte. Mehr als ein Dutzend Linien verbinden nahezu alle Regionen des Landes.
In diesem Guide stellen wir euch das italienische Nachtzugnetz vor: Welche Strecken gibt es? Wie ist der Komfort an Bord? Und wo gibt es die günstigsten Tickets? Diese und viele weitere Fragen rund um den Intercity Notte beantworten wir hier.
Bitte beachtet: In diesem Artikel behandeln wir ausschließlich die inneritalienischen Nachtzüge der Trenitalia. Mit dem Nightjet der ÖBB gibt es darüber hinaus auch internationale Nachtzüge nach Italien, mit denen ihr aus Deutschland und Österreich direkt nach Rom oder Venedig reisen könnt. Mehr dazu erfahrt ihr hier.
Italiens Nachtzugnetz zählt zu den dichtesten in Europa. Insgesamt sind die Intercity Notte auf 15 Strecken unterwegs, vor allem vom Norden in die Ferienregionen im Süden des Landes. Auf einigen Relationen verkehren sogar mehrere Nachtzüge pro Nacht. Durch unterschiedliche Laufwege und Zwischenhalte erschließen sie dabei nicht nur die großen Städte, sondern auch zahlreiche kleinere Orte.

Die wichtigsten Nachtzug-Hubs in Norditalien sind Mailand und Turin. Von hier starten mehrere Verbindungen in den Süden, unter anderem nach Lecce, Salerno, Reggio Calabria sowie nach Syrakus und Palermo auf Sizilien. Weitere Nachtzüge verkehren ab Rom: Neben Zielen im Süden erreicht ihr von dort auch Bozen in Südtirol sowie Triest an der slowenischen Grenze. Bis auf zwei Wochenendverbindungen ab Rom fahren alle Intercity Notte täglich.
Im Folgenden findet ihr eine Übersicht aller italienischen Nachtzugverbindungen, sortiert nach den Regionen und Zielen, die ihr mit ihnen erreichen könnt.
Erreichbare Ziele: Taormina, Syrakus, Palermo
Sizilien ist das südlichste und zugleich spektakulärste Ziel der italienischen Nachtzüge. Insgesamt sechs Verbindungen führen aus Norditalien und Rom direkt auf die größte Insel im Mittelmeer. Besonders die rund 20-stündige Fahrt von Mailand nach Sizilien zählt zu den großen Klassikern unter Europas Nachtzugreisen.

Morgens geht es wunderschön an den Küsten von Kampanien und Kalabrien entlang, dann wartet das große Highlight: In Villa San Giovanni an der Spitze des italienischen Stiefels wird der komplette Zug auf eine Fähre verladen und nach Sizilien übergesetzt. Die Überfahrt dauert gut 20 Minuten. Währenddessen könnt ihr aus dem Wagen aussteigen, frische Seeluft schnuppern – und im Café den ersten Arancini essen. Ein Erlebnis, das es so in Europa nur noch einmal gibt!
In Messina wird der Zug dann in zwei Teile zerlegt. Ein Zugteil fährt über Taormina weiter ins antike Syrakus (italienisch Siracusa), Ausblicke auf den rauchenden Ätna inklusive. Der andere folgt der Nordküste bis nach Palermo, der lebhaften Hauptstadt Siziliens.
Erreichbare Ziele: Bari, Brindisi, Tarent, Lecce
Apulien, die Region am Absatz des italienischen Stiefels, hat viel zu bieten. Sonne und Meer sind hier garantiert, unzählige Ruinen erzählen von vergangenen Zivilisationen. Und auch die langen Sand- und Felsstrände, die Höhlen am Meer und das gute Essen locken seit Generationen Urlaubsgäste an die Adria. Von Bari und Brindisi fahren außerdem Fähren nach Kroatien, Montenegro, Albanien und Griechenland.
Die Nachtzüge nach Apulien enden in der wunderschönen Barockstadt Lecce auf der Halbinsel Salento. Von Mailand aus starten jeden Abend zwei Züge, einer davon fährt über die Industrie- und Hafenstadt Tarent am gleichnamigen Golf. Ein weiterer Nachtzug nach Lecce startet von Turin. Alle drei eignen sich perfekt für eine Reise aus dem deutschsprachigen Raum, mit angenehmen Umsteigezeiten in Mailand oder Bologna von den EuroCity-Zügen aus München, Innsbruck und Zürich.
Auch von Rom aus gibt es einen Nachtzug nach Lecce, allerdings nur am Wochenende. Aus touristischer Sicht eignet sich dieser nur bedingt – die Strecke von Rom nach Lecce dauert am Tag nur fünfeinhalb Stunden und ist eigentlich zu schön, um sie zu verschlafen.
Erreichbare Ziele: Neapel, Salerno
Die Amalfiküste mit ihren Fischerdörfern am tiefblauen Meer. Die Inseln Ischia und Capri. Das versunkene Pompeji. Und natürlich die berühmte neapolitanische Pizza. Kaum eine Region Italiens vereint so viele Highlights wie Kampanien rund um den Golf von Neapel. Kein Wunder also, dass auch hier mehrere Nachtzüge Station machen.
Von Turin führen täglich zwei Intercity Notte nach Kampanien. Beide enden in Salerno und halten am Morgen auch in Neapel. Im Norden unterscheiden sich ihre Routen: Während einer der beiden Züge über Genua entlang der ligurischen Küste verkehrt, führt der andere über Mailand. Dort bestehen Anschlüsse an Züge aus dem deutschsprachigen Raum.
Erreichbare Ziele: Villa San Giovanni, Reggio Calabria
Ganz im Südwesten, an der Spitze des italienischen Stiefels, liegt Kalabrien. Alte Wälder durchziehen die Region und spenden im heißen Sommer angenehmen Schatten. Auch kulinarisch hat Kalabrien einiges zu bieten – neben der Bergamotte, dem „grünen Gold“ der Region, sind vor allem die feurigen Peperoncini ein Muss der kalabrischen Küche.
Neben den Nachtzügen nach Sizilien, die in Villa San Giovanni halten, gibt es einen eigenen Langstrecken-Nachtzug von Turin in die kalabrische Hafenstadt Reggio Calabria. Der Zug startet bereits am frühen Nachmittag und hält unterwegs in zahlreichen Städten im Norden Italiens.
Erreichbare Ziele: Venedig, Triest, Bozen, Innichen
Während die meisten italienischen Nachtzüge die Urlaubsregionen im Süden ansteuern, gibt es ab Rom auch Verbindungen in den Nordosten Italiens und in die Alpen. Ein täglicher Intercity Notte führt über die Lagunenstadt Venedig bis nach Triest in der Grenzregion zu Slowenien. Vom Halt in Gorizia kurz vor Triest ist es nur ein kurzer Fußweg über die Grenze ins slowenische Nova Gorica.
Zusätzlich verkehrt am Wochenende ein Nachtzug von Rom nach Bozen (italienisch Bolzano) in Südtirol. Die Stadt gilt als Tor zu den Dolomiten und ist ein idealer Ausgangspunkt für Bergabenteuer aller Art. In der Wintersaison wird die Verbindung teilweise bis Innichen (San Candido) im Skigebiet Drei Zinnen verlängert.
Auf allen Linien des Intercity Notte werden Schlafwagen und Liegewagen mitgeführt. Bis auf die Verbindungen nach Sizilien sind außerdem auch Sitzwagen mit an Bord. In allen Reiseklassen gilt Reservierungspflicht. Die Wagen wurden in den letzten Jahren renoviert und sind grundsätzlich sauber. Die Pünktlichkeit der Nachtzüge in Italien ist hoch, zu kleineren Verspätungen kann es allerdings immer mal kommen.
Dank umfassender Sanierungsarbeiten auf dem italienischen Schienennetz sind die Nachtzüge heute relativ ruhig unterwegs und das alte Rumpeln der Räder hat deutlich abgenommen. Alle Wagen sind klimatisiert und haben ausklappbare Sitze auf den Gängen.

Das Zugpersonal spricht oft nur Italienisch. Mit Händen und Füßen sowie der Mithilfe von Mitreisenden klappt die Verständigung aber meist.
Die gewöhnlichen Schlafwagen heißen in Italien „Relax“. Alle Abteile verfügen über drei Betten und können in Einzel-, Doppel- oder Dreifach-Belegung gebucht werden. Alleinreisende erhalten automatisch ein Einzelabteil, das Abteil mit Fremden zu teilen ist nicht mehr möglich. Für Familien und Gruppen lassen sich angrenzende Abteile durch eine Tür verbinden.

Die Betten sind bequem und können am Tag zu Sitzen umgebaut werden. Bei Einzel- oder Doppelbelegung kann der mittlere Sitz ausserdem zu einem Tisch ausgeklappt werden. Eine Leiter, mit der ihr in die oberen Betten klettern könnt, ist unter dem unteren Bett verstaut.
Im Abteil gibt es ein Waschbecken mit Spiegel, eine kleine Ablage und Kleiderbügel. Jedes Bett hat eine zweipolige Steckdose und ein Leselicht. Beleuchtung und Temperatur lassen sich per Schalter regeln. Der Platz für Gepäck ist nicht üppig, für einen Rucksack oder Koffer reicht es aber. Waschräume und Toiletten befinden sich am Wagenende, Duschen gibt es im Standard-Schlafwagen nicht.

Kommt ihr ins Abteil, findet ihr die Betten frisch bezogen und mit Plastik versiegelt vor. Für jeden Fahrgast gibt es Tütchen mit Hygieneartikeln und Hausschuhen, sowie Wasser und etwas zum Knabbern.

Noch ein Wort zu Sicherheit: Die Abteile können von innen verschlossen werden. Das ist auch unbedingt zu empfehlen, es wird immer noch gelegentlich über Diebstähle berichtet.
Auf einzelnen Verbindungen werden zusätzlich Schlafwagen mit erhöhtem Komfort angeboten. Diese werden als „Superior“ bezeichnet. Die Abteile verfügen über ein eigenes Bad mit Dusche und WC sowie einen Tisch. Sie können in Einzel- oder Doppelbelegung gebucht werden. Leider gab es in der Vergangenheit mehrfach Berichte, dass die Dusche nicht funktioniert hat.

Die „Superior“-Schlafwagen kommen aktuell nur auf den Verbindungen von Rom nach Triest, Bozen und Lecce zum Einsatz.
In den „Comfort“ genannten Liegewagen gibt es nur 4er-Abteile. Anders als im Schlafwagen wird das Abteil in der Regel mit Fremden geteilt. Als Familie ist es möglich, ein Privatabteil zu reservieren. Frauen können außerdem einen Platz im Damenabteil buchen. Im Liegewagen ist es teilweise unruhig, da Leute unterwegs ein- und aussteigen.

Die einfachen Liegen sind weniger bequem, mit 190 cm allerdings etwa 10 cm länger als die Betten im Schlafwagen. Am Tag können die Liegen in Sitze mit Klapptischen umgebaut werden. Auch hier findet ihr die Leiter zu den oberen Plätzen unter der unteren Liege verstaut. Jede Liege hat ein Leselicht, pro Abteil gibt es in der Regel zwei Steckdosen. Waschräume und Toiletten befinden sich am Ende des Ganges. Die Abteile können von innen verriegelt werden.
Vor der Abfahrt verteilt das Zugteam dünne Stoffschlafsäcke, kleine Kissen und Wolldecken für die Nacht. Außerdem bekommt jeder Reisende ein Geschenkkit mit Hygieneartikeln sowie eine Flasche Wasser, einen kleinen Snack und ein Fruchtsaft-Tütchen.
Die Sitzwagen sind mit „Easy“ beschriftet. Auf den meisten Verbindungen sind Großraumwagen unterwegs. Hier sind die meisten Sitze in Vierer-Sitzgruppen angeordnet und es kann sein, dass durchgehend Licht brennt. Manchmal sind zusätzlich Wagen mit Abteilen mit je sechs Plätzen unterwegs. Licht, Lautsprecher und Heizung lassen sich hier selbst einstellen, außerdem gibt es einen Vorhang zum Gang. In allen Sitzwagen gibt es Steckdosen und ein kleines Tischchen, Toiletten befinden sich immer am Wagenende.

Für Gepäck ist im Sitzwagen mehr Platz als in den Liege- und Schlafwagen, in einer geeigneten Tasche lässt sich auch ein zerlegtes Fahrrad transportieren.
Die Nachtzüge in Italien führen keinen Speisewagen. Im Schlafwagen wird am Morgen ein kleines Frühstück ins Abteil serviert. In der Regel besteht das aus einem Espresso, einfachem Gebäck und Fruchtsaft. Dazu gibt es Tageszeitungen, die im Gang ausliegen. Meist wird am Abend die Bestellung für die Heißgetränke am Morgen aufgenommen. Dabei wird auch die Weckzeit vereinbart und das Ticket kontrolliert. Kaffee und Fruchtsaft gibt es auch im Liegewagen.

Ausserdem könnt ihr beim Zugteam verschiedene weitere Snacks, Getränke und am Abend sogar kleine warme Speisen kaufen. Eine Speisekarte gibt es hier. Auf der Fahrt mit dem Nachtzug nach Sizilien besteht außerdem die Möglichkeit, die Gastronomie an Bord der Fähre zu nutzen.
Nachtzugfahren in Italien ist im europäischen Vergleich sehr preiswert. Selbst für die epische Fahrt von Mailand nach Sizilien könnt ihr ein Abteil im Schlafwagen oft schon für unter 100 € ergattern. Der einfachste Weg zur Fahrkarte führt auf die Website der Trenitalia. Dort gibt es die günstigsten Tickets und alle Sparangebote. Verbindungssuche und Buchung sind auch auf deutscher Sprache möglich. Natürlich empfehlen wir euch, den Preisvergleich via nightride.com zu machen:
Vergleiche hier alle Angebote und Preise
Ein Ticket für den Schlaf- oder Liegewagen beinhaltet immer eine persönliche Reservierung. Für die Reise braucht ihr ein gültiges Ausweisdokument. Die Ausweisnummer wird beim Ticketkauf vermerkt und der entsprechende Ausweis muss bei der Kontrolle am Abend zusammen mit der Fahrkarte vorgewiesen werden.
Bei der Buchung werden auch in der deutschen oder englischen Sprachversion der Trenitalia-Website die verschiedenen Abteilarten und Komfort-Kategorien auf Italienisch bezeichnet. Hier die wichtigsten Nachtzug-Vokabeln und ihre Bedeutung:
| Italienisch | Deutsch |
|---|---|
| Vagone letto Relax | Schlafwagen |
| Vagone letto Relax – Uso singolo | Schlafwagen, Einzelabteil |
| Vagone letto Relax – Doppia | Schlafwagen, Doppelabteil |
| Vagone letto Relax – Tripla | Schlafwagen, 3er-Abteil |
| Cabina Superior | Schlafwagen mit Dusche/WC |
| Cabina Superior – Uso singolo | Schlafwagen mit Dusche/WC, Einzelabteil |
| Cabina Superior – Doppia | Schlafwagen mit Dusche/WC, Doppelabteil |
| Cabina intera | Ganzes Abteil (Standard im Schlafwagen) |
| Cuccetta Comfort 4 posti | Liegewagen 4er-Abteil |
| Cuccetta Comfort 4 posti – Promiscuo | Liegewagen 4er-Abteil, gemischtgeschlechtlich |
| Cuccetta Comfort 4 posti – Donna | Liegewagen 4er-Abteil, Damenabteil |
| Cuccetta Comfort 4 posti – Uso esclusivo | Liegewagen 4er-Abteil, privates Abteil |
| Posto a sedere Easy | Sitzwagen |
Bei der Trenitalia gibt es grundsätzlich drei Ticketarten, die sich hinsichtlich Flexibilität, Verfügbarkeit und Preis unterscheiden:
Personen unter 30 Jahren („Young“) oder über 60 Jahren („Senior“) reisen zu vergünstigten Preisen, sofern sie am Vorteilsprogramm der Trenitalia teilnehmen.
Im Angebot „Family Night“ erhalten Familien von 3 bis 5 Personen, darunter mindestens ein Erwachsener und ein Kind unter 15 Jahren, einen Rabatt von 50 % auf den Base-Tarif. Einzelabteile und Superior-Kabinen sind davon ausgeschlossen. Weitere Rabatte gibt es für Kleingruppen („Insieme“) und Paare („Me&You“).
Der Fahrpreis richtet sich nach der Strecke, dem gewünschten Komfortniveau (Sitz-, Liege- oder Schlafwagen) und der Ticketart. Die Angebote Economy und Super Economy sind kontingentiert, das heißt, es gibt nur eine begrenzte Anzahl pro Zug. Je früher ihr bucht, desto größer ist die Chance, ein Ticket zum Sparpreis zu ergattern.
Aufgrund der dynamischen Preisgestaltung ist es unmöglich, an dieser Stelle sinnvolle Vorhersagen über den Ticketpreis zu machen. Tagesaktuelle Preise findet ihr stets in unserem Reiseplaner hier auf nightride.com.
Eine Fahrt im Intercity Notte ist auch mit Interrail möglich. Das gilt für den Interrail Global-Pass, wie auch den Ein-Länder-Pass Italien. Ihr müsst jedoch eine zusätzliche Reservierung vornehmen. Die Preise richten sich nach der Komfort-Kategorie und betragen derzeit:
Erhältlich ist die Reservierung über den Reservierungsservice von Interrail, an Fahrkartenschaltern sowie bei Drittanbietern wie Rail Europe.
Sommerfrische in Apulien, ein Wochenende in Neapel oder die große Fahrt bis nach Sizilien – mit dem Nachtzug wird die Reise in Italiens schönste Urlaubsregionen zum Vergnügen. Das Streckennetz ist dicht, die Preise moderat und die Schlafwagen komfortabel. Egal ob ihr allein reist, mit der Familie oder als Gruppe: Eine Fahrt mit dem Intercity Notte lässt sich in fast jede Italienreise einbauen.

Und wenn beim Aufwachen der Blick auf den Sonnenaufgang über dem Meer fällt, der Espresso ins Abteil serviert wird und endlose Olivenhaine am Fenster vorbeiziehen – dann beginnt Dolce Vita schon lange vor der Ankunft.
Buon viaggio!
Die Intercity Notte werden oft vergleichsweise spät zur Buchung freigeschaltet, besonders nach den Fahrplanwechseln im Juni und Dezember. Wenn eine Verbindung noch nicht erscheint, bedeutet das in der Regel nicht, dass sie gestrichen wurde. Meist hilft nur Geduld und regelmäßiges Nachschauen.
Ja, die Nachtzüge in Italien verkehren ganzjährig. Saisonale Ausfälle sind selten und meist auf Bauarbeiten zurückzuführen.
Die Abteile im Liege- und Schlafwagen lassen sich von innen abschließen, von außen jedoch nicht eigenständig verriegeln. Während kurzer Wege im Zug empfiehlt es sich, Wertgegenstände mitzunehmen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Diebstähle äußerst selten sind.
Nur eingeschränkt. Fahrräder müssen in einer Transporttasche verpackt sein und dürfen bestimmte Maximalmaße nicht überschreiten. Häufig ist die Mitnahme nur im Sitzwagen möglich. In Tageszügen ist der Fahrradtransport meist einfacher.
Der Platz ist begrenzt. Mit großen Koffern oder Fahrradtaschen kann es schnell eng werden, besonders bei voller Belegung. Wer viel Gepäck mitnimmt, sollte möglichst ein eigenes oder größeres Abteil buchen.
Kinder unter vier Jahren reisen in Italien in der Regel kostenlos, sofern sie keinen eigenen Schlaf- oder Sitzplatz benötigen. Für ältere Kinder gibt es häufig Familienrabatte oder günstige Sparpreise.
Ja. Bei Buchungen im Liege- oder Schlafwagen platziert Trenitalia zusammengehörige Reisende normalerweise automatisch in ein Abteil. Einige Abteile im Schlafwagen lassen sich durch eine Zwischentür verbinden, können online aber nicht immer explizit ausgewählt werden.
Reservierungen für italienische Nachtzüge lassen sich nicht direkt über die Trenitalia online durchführen. Die Buchung ist möglich über den Interrail-Reservierungsservice, am Fahrkartenschalter oder über Drittanbieter. Oft ist es allerdings ohnehin günstiger, mit einem regulären Sparpreis-Ticket zu fahren und einen Reisetag im Interrail-Pass zu sparen.
Nein. Die klassischen italienischen Autozüge wurden vor einigen Jahren eingestellt. Die Mitnahme von PKW und Motorrädern ist seitdem nicht mehr möglich.
Ja. Voraussetzung ist in der Regel ein eigenes Abteil und pro Person ist in der Regel ein Hund erlaubt. Kleine Hunde reisen in Transportboxen kostenlos, größere Hunde benötigen Ticket und Leine. Die Maulkorbpflicht wird nicht konsequent umgesetzt, aber man sollte immer einen Maulkorb mitführen.
Zu den Autoren: Sebastian Wilken ist leidenschaftlicher (Nacht)Zug-Fahrer und schreibt in seiner Zugpost über Zugreisen in Europa. Er beobachtet für Night Ride den Nachtzug-Markt und versorgt euch mit den besten Tipps und Tricks für die schönsten Strecken – inklusive toller Bilder, die er allesamt selber schiesst.
Noam Schaulin hat mit dem Nachtzug bereits ganz Europa bereist. Als Teil des Zentralvorstands von Pro Bahn Schweiz setzt er sich für die Kund*innen des öffentlichen Verkehrs ein.
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