Derzeit gibt es eine Vielzahl von Optionen um mit dem Nachtzug oder Nachtbus von Basel (Schweiz) nach Amsterdam (Niederlande) zu reisen, was zwischen ungefähr 10 und 13 Stunden dauert: Nämlich der IC 60402, der NJ 402 und der 001ZA. Diese Linien werden betrieben von Deutsche Bahn, ÖBB und Twiliner.
Die Deutsche Bahn (DB) ist 2016 aus dem eigentlichen Nachtzug-Geschäft ausgestiegen. Sie betreibt jedoch rund ein Dutzend Intercity- und Eurocity-Züge, die ausschliesslich nachts unterwegs sind.
Diese Züge verfügen nur über Sitzplätze erster und zweiter Klasse. Die Wagen bleiben die ganze Nacht erhellt und man kann die Sitze nicht in Liegepositionen umstellen.
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) betreiben die Nightjet- und Euronight-Züge (letztere zusammen mit anderen nationalen Eisenbahngesellschaften).
Die ÖBB bieten in ihren Nachtzügen in der Regel vier Arten von Wagen an: Sitzplätze, Liegewagen, Mini Cabins und Schlafwagen.
Während Sitzplätze nur für die Mutigsten sind, bieten Liegewagen, Mini Cabins und Schlafwagen eine komfortablere Reise. In Liegewagen ist der Komfort etwas kleiner, die Betten weniger breit und man teilt sich das Abteil mit mehr Menschen. Die Mini Cabin bietet einen kompakten privaten Schlafplatz für eine Person – zwei benachbarte Mini Cabins können für Paare kombiniert werden. Schlafwagen verfügen in der Regel über Duvets und andere Annehmlichkeiten. In Liegewagen hat's Platz für bis zu sechs Personen. Die Mini Cabin ist ein privater Raum für eine Person – zwei benachbarte Mini Cabins können miteinander verbunden werden. Schlafwagen sind private Abteile für ein bis drei Personen.
Schlafwagen verfügen manchmal über ein eigenes Badezimmer oder sogar eine Dusche, manchmal nur über ein Waschbecken. Die Mini Cabin bietet eine günstigere private Alternative mit eigenem kompakten Schlafplatz für eine Person.
Twiliner betreibt Nachtbusse mit innovativen, vollständig ausklappbaren Sitzen für Übernachtungsreisen. Die Busse verkehren zwischen europäischen Städten und ermöglichen es Passagieren, während der Fahrt zu schlafen. Das Angebot positioniert sich als umweltfreundliche Alternative zu anderen Verkehrsmitteln.
Die patentangemeldeten Sitze von Twiliner lassen sich auf Knopfdruck vollständig zu einem Bett zurücklehnen. Nach Angaben des Unternehmens sind sie die ersten dieser Art in Europa. Die Sitze verfügen über ein Sicherheitssystem, das das Reisen in verschiedenen Positionen ermöglicht.
Jeder Sitzplatz in den Twiliner-Bussen ist mit kostenlosem WLAN und Stromanschlüssen ausgestattet. Im unteren Bereich der Busse befinden sich eine Toilette, eine Umkleidekabine und eine Snackbar mit Getränken und Snacks. Die Sitzplätze verfügen über persönlichen Stauraum, einen Tisch, USB-Ladegeräte und eine Leselampe. Wasser, Kaffee und WLAN sind kostenlos verfügbar.
Pro Person sind bei Twiliner ein Koffer (maximal 23 kg) und ein Handgepäckstück (maximal 5 kg) inklusive. Diese werden im Gepäckraum transportiert. Am Sitzplatz selbst ist nur Platz für kleine Taschen oder Rucksäcke. Für zusätzliches Gepäck fallen Gebühren an.
Das Unternehmen hat ein Sicherheitssystem für die Schlafposition entwickelt, bei dem Sicherheitsgurt und Schlafsack verpflichtend sind. Twiliner kooperiert mit Busunternehmen, deren Fahrer zertifiziert und für Nachtrouten ausgebildet sind. Auf jeder Fahrt sind zwei Fahrer eingesetzt, die sich abwechseln.
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